Peter Hahne: "Ist das euer Ernst?!"
17.03.2024
Peter Hahne muss man nicht vorstellen. Nur wenige „stänkern“ wie er gegen die grassierende links-grüne Idiotie in diesem Lande. Zum Glück. Als erfolgreicher Journalist und Buchautor kann Hahne sich das auch leisten, mag einer einwenden. Jawohl, das kann er. Aber Hand aufs Herz: Wie viele Journalisten und Buchautoren schweigen hierzulande, weil sie Angst vor Konsequenzen haben, oder aus anderen nichtigeren Gründen? Glasklar: Viel zu viele. Und die Jungen? Sofern diese nicht stramm auf Linie sind, können sie dem Redaktionsjob oder Verlagsvolontariat „adé“ sagen. Sie müssen sich erst einmal woanders durchschlagen.

Daher verwundert es nicht, dass es mittlerweile die „alten Eisen“ richten müssen. So wie Hahne. Er lässt sich nicht den Mund verbieten - auch nicht öffentlich. Das zeigt abermals sein neues Buch „Ist das euer Ernst?! Aufstand gegen Idiotie und Ideologie“. Auf etwa 140 Seiten und 48 Kapitälchen macht Hahne dort reinen Tisch. Mit Idiotie und Ideologie. Das Schöne bei seinem Flug über „Idiotistan“? Niemand bleibt verschont. Egal ob CDU oder SPD, FDP oder Grüne, alle bekommen ihr Fett weg. Zumindest alle, die es verdient haben.

Lange musste Hahne offensichtlich auch nicht suchen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, muss früher oder später fündig werden. Das ist ein markantes Kennzeichen unserer heutigen Zeit. Das Leben beschenkt uns nur so mit Idiotien und Ideologien. Wir leben sozusagen im Zeitalter der „Post-Idiotie“. Deswegen müssen Hahnes Beobachtung eher als kleiner Ausschnitt unserer Zeit betrachtet werden. Sozusagen als eine „Top Ten“ der „Idiotie-Charts“.

Weil eine inhaltliche Wiedergabe die Melodie Hahnes unweigerlich verzerren würde, im Folgenden nun zwei Auszüge einiger kleiner „Idiotie-Schmankerl“: „[Robert Habeck] saß also mit seinem Kollegen Cem Özdemir in einer brasilianischen Schule und erklärte erst mal den Schüler*innen, die er wohl für Steinzeit-Analphabeten hielt, als habe er zu viel Karl May und Co gelesen: ‚Ich bin Robert, das ist Cem, und wir sind Minister in der deutschen Regierung – das ist so etwas wie euer Häuptling, aber in einem anderen Land.“

Oder: „Eine kleine Kostprobe gab’s auf dem Evangelischen Kirchentag 2023 in Nürnberg. In der sogenannten Predigt beim Abschlussgottesdienst hieß es vor laufenden Fernsehkameras: ‚Jetzt ist die Zeit, zu sagen: Wir sind alle die Letzte Generation. Jetzt ist die Zeit zu sagen: Black lives always matter. Jetzt ist die Zeit, zu sagen: Gott ist queer‘“ Naja, das mit der ‚letzten Generation‘ stimmt wohl: Wer Beine hat, läuft aus den Kirchen weg, und der Ausverkauf der Kirchengebäude ist in vollem Gange.“

Diese bissig-unterhaltsame Manier durchzieht das gesamte Buch. Die ganzen sich selbstbemitleidenden und als Opfer inszenierenden„snowflakes“ und „wokeflakes“ können hier gehörig etwas lernen. Nämlich eine Portion gesunde Leidenschaft plus lebendige Vernunft. Doch mit „altmodischen“ Konzepten, wie Erfahrung und Weisheit, können sie einfach nichts anfangen. Das entspricht einfach nicht der „ach-so-progressiven“ links-grünen Weltanschauung. Ebenso die Dinge beim Namen zu nennen.

Auf eben diese „Sprachkosmetik“ geht Hahne zum Beispiel ein. Weil „Schulschwänzen“ mittlerweile als unflätiges Wort gilt, spricht man in gewissen progressiven Kreisen lieber von „Schulferne“. Oder statt „Steuererhöhungen“ heißt es nun neudeutsch „Zukunftsinvestitionen“. Anstatt im echten Leben anzupacken und dieses zu verbessern, reden sich einige einfach die Welt schön. Ja, ja, das ist auch eine Methode.

Aber nicht diejenige Hahnes. Klipp und klar, und anhand vieler konkreter Beispiele, benennt er die Fehlentwicklungen in diesem Lande. Das wären grob aufgezählt: 1. Statt Probleme zu lösen, bevormunden und ignorieren Politiker ihre Bürger. 2. Statt Fakten und Informationen dominieren in unserem Land Ideologien und Idiotien, Haltungen und Inkompetenz. 3. Verantwortung wird für viel zu viele immer mehr zu einem Fremdwort. 4. Es wird geheuchelt, wo nur möglich und ungeniert mit doppelter Moral gespielt. 5. Denunziation gilt als neue Bürgertugend.

Das hört sich ganz schön deprimierend an. Ist es aber nicht. Denn: Hahnes Werk darf nicht als Wehklage-Suada verstanden werden. Vielmehr ist es ein unterhaltsames, intelligentes Pamphlet, das die Mundwinkel nach oben zucken lässt. Es strotzt nur so vor Angriffslust, was es zu einer willkommenen Lektüre macht, die im „Nu“ verschlungen ist. Wer Hahnes bisherige journalistische Arbeiten kennt, weiß, wovon die Rede ist. Inhaltlich trifft Leidenschaft auf Vernunft, formal Wortspiel auf Handwerk. Dem großen Karl Kraus bliebe nichts anderes übrig als sich zu verneigen.

Hahne, Peter (2024). „Ist das euer Ernst?! Aufstand gegen Idiotie und Ideologie. Köln: Bastei Lübbe/Quadriga.
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