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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Wahlalter heruntersetzen?
„I feel political“ reicht nicht aus
31.07.2020
Dass 16-Jährige politisch interessiert sind und sich als politisch kompetent begreifen, reicht offensichtlich als Argument, um das Wahlalter herabzusetzen. Auch der schwer demente Opa fühlt sich dieser Aufgabe gewachsen. Soll er deswegen über die politische Zukunft mitentscheiden dürfen?

Wer erinnert sich nicht an eine dieser „unvergesslichen Sternstunden“, die in die Politikgeschichte eingehen werden? Der Tag, an dem die Löwin der SPD, Andrea Nahles, mit ihrer Tanz- und Gesangseinlage als Pippi Langstrumpf im Bundestag „triumphierte“. Es ist jener Tag, an dem sich zeigte: Infantilität ist schon lange keine Peinlichkeit mehr, stattdessen salon- und gesellschaftsfähig.

Genau diesen „Juvenile Movement“ machen sich Sozialdemokraten und Grüne zu Nutze. So fordern Saskia Esken, die Frau mit dem strengen Lehrerblick und Bundesvorsitzende der SPD, ihre stets charmant-fröhliche Parteikollegin und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, sowie der von vielen Medienfrauen angeschmachtete (warum eigentlich?) Grünen-Bundesvorsitzende, Robert Habeck, das Wahlalter auf 16 Jahren herunterzusetzen.

Dass die Grünen diesen Vorschlag machen, verwundert nicht. Von ihnen kennt man schon seit Jahrzehnten den Hang zum frischen Fleisch, Verzeihung, zum frischen Tofu. Dass aber die Sozialdemokraten auf den gleichen Geschmack gekommen sind, scheint seltsam. Vom herben Bergmannswässerchen zum süßen Jugendduft sind es doch einige Kilometer. Doch vor dem Hintergrund der sinkenden Wählerstimmen scheint dieses nur verständlich. Was macht man nicht alles, um am Leben zu bleiben?

Zudem soll eine wissenschaftliche Studie „evidenzbasiert“ Sicherheit geben, dass das Wahlalter herabgesetzt werden kann. Leider betrifft diese Studie nur Jugendliche aus Brandenburg und Sachsen. Und zudem betrachtet sie nur das subjektive Empfinden und das politische Interesse eben jener junger Brandenburger und Sachsen. Es sagt überhaupt nichts über die politische Eignung jüngerer Leute aus. Oder vielleicht doch, also im Umkehrschluss?

Zur Erinnerung: Andrea Nahles gab die Pippi Langstrumpf zum Besten. Und auch die Christdemokraten müssen sich nicht verstecken. Unvergesslich zu erwähnen die Drohungen eines gewissen Christian Wulffs auf dem Anrufbeantworter der „BILD“-Zeitung zur Bobbycar-Affäre. Sprechen diese Verhaltensweisen nicht Bände?

Schon richtig, könnte man meinen. Also dass es keine Rolle spiele, wenn sich ein 50-Jähriger wie ein 16-Jähriger verhalte. Doch einen gravierenden Unterschied gibt es. Während ersterer wesentlich verstrickter in das gesellschaftliche Leben ist und sein Handeln mehr Konsequenzen haben müsste, so fehlt diese Komponente vollends beim jungen Menschen: Er hat (noch) keine Familie, (noch) keine feste Arbeitsstelle und somit wenig oder gar nichts zu verlieren.

Allein dieser Tatbestand lässt einen nicht allzu leichtfertig handeln. Man wägt das Für und Wider ab, ganz davon abgesehen, dass sich seine eigene Perspektive ändert. Nicht von ungefähr kommt der Spruch: „Wer in jungen Jahren nicht links ist, der hat kein Herz. Wer es im Alter noch immer ist, der hat kein Hirn“.

Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Zum Entwickeln, zum Gedeihen, zum Reifen. Wie zum Beispiel der Wein oder der Käse oder eben die politische Mündigkeit. Denn fällt ein Jugendlicher, der sich noch in der Entwicklungsphase befindet, der eher impulsiv denn rational handelt, wirklich eine „gute“ Entscheidung?

Ebensolche Skepsis gilt auch, böse gesprochen, für debile oder retardierte Gestalten. Schließlich fühlt sich auch der schwer demente Opa imstande politisch agieren zu können. Wählen darf er, nach deutscher Gesetzeslage, aber nicht – zu Recht.

Es stellt sich nur die Frage: Wie lange noch?

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.




















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein