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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Vom Sinn und Unsinn von Broschüren
"Trauen Sie sich, Ihre Meinung zu sagen!"
25.07.2017
Sind Sie nicht islamfeindlich? Sind Sie sich wirklich sicher? Dann denken Sie nochmals kräftig nach - zumindest, wenn es nach dem Flyer "Was sage ich, wenn...Islamfeindlichkeit begegnen - Eine Hilfestellung für den Alltag, im Privat- oder Berufsleben, Unternehmen oder Verein" der Bundeszentrale für politische Bildung geht. Denn womöglich sind Sie ein Islamfeind ohne es zu wissen. Vermutlich verraten Sie sich "in alltäglichen Diskussionen, ohne dass [Sie] sich[die Beteiligten] unbedingt als islamfeindlich verstehen". Aufgepasst! Als Christ sind Sie besonders empfänglich. Denn die christliche Islamfeindlichkeit des Mittelalters ist ein historischer Vorläufer. Und Sie wissen ja,  wie das mit der Erbsünde aussieht... Aber keine Sorge. Sie können dem aktiv – und ohne Beichte - entgegenwirken. Die „allgemeinen Tipps“ im Flyer schaffen Abhilfe. Puh, was für eine Erleichterung! Denn „Oft sind wir sprachlos und wissen nicht, wie wir argumentieren und handeln sollen.“, heißt es im Flyer.

Ja, der Dumme weiß oft nicht, wie er argumentieren und handeln soll. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine - also die politisch korrekte - Meinung in die Welt hinaus zu posaunen - so auch zur Islamfeindlichkeit. Und diese folgenden fünf Schritte soll er bei der Islamfeindlichkeit befolgen.

(1) „Trauen Sie sich, Ihre Meinung zu sagen!“ Denn „Es muss noch nicht alles mit festen Argumenten untermauert werden können.“ Also erstmals gedankenlos zur Attacke übergehen. Das ist die richtige Einstellung! Erst dann (2) „Gehen Sie strategisch vor, um zu überzeugen!“ Lassen Sie „strategisch“ ihre Emotionen raus, lassen Sie so der anderen Seite ihren Gegenwind „spüren“. Das wird ihr sicher den Wind aus den logischen Segeln nehmen. Emotionen, das sind Ihre Waffen. (3) „Gewinnen und begeistern Sie Zuhörer!“, indem „Sie Fakten mit persönlichen Geschichten oder Erfahrungen greifbar machen oder mit Humor erzählen.“ Denn was haben schon Logik und Argumente in Diskussionen zu suchen? Die anderen emotional zu packen, zu überrumpeln ist unser Ziel. Schließlich leben wir im „postfaktischen“ Zeitalter. Und sollte das immer noch nicht klappen (4) „Schaffen Sie sich Verbündete!“. So können Sie Ihr Gegenüber im kollektiven Emotionsrausch endgültig erschlagen. Nutzen Sie die Energie der Islamfeindlichkeit und richten diese als emotionale Feindlichkeit gegen diese selbst, indem Sie sich (5) „Unterstützung holen“. Wer schon am Boden liegt, den kann man treten.

Die Quintessenz all dessen? Dem Gegner mit emotionsgeladener Feindlichkeit begegnen. Fragt sich nur, wann die passende Hilfestellung gegen diese Art der Feindlichkeit bereitgestellt wird, und wie diese aussehen soll. Auf Logik folgt Emotion, auf Emotion folgt Gewalt, auf Gewalt folgt…?

Warten wir es ab, der passende Flyer kommt bestimmt bald raus: „Was sage ich, wenn...Antiislamfeindlichkeit begegnen - Eine Hilfestellung für Argumentationsferne und emotional Abgestumpfte“

Nachdem ich diese hilfreichen Tipps gelesen habe, „traue ich mich endlich meine Meinung zu sagen!“ - und zwar über diesen Ratgeber: Getreu dem Motto „Kennt man einen, kennt man alle“ funktioniert diese Taktik des Emotionsrausches in jeder Situation. Emotionale Sophisterei für Dummies eben.

Und hier der Link zum Flyer:


http://www.bpb.de/shop/lernen/weitere/219534/flyer-islamfeindlichkeit-begegnen


Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein