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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Sharing Economy
Share me, share me, lady!“
07.07.2017
Nach „Car-Sharing“, „Food-Sharing“ und „Home-Sharing“ kommt nun das „Dog-Sharing“. Was ist als nächstes dran? „Child-Sharing“ oder gar „Mate-Sharing“?

Teilen oder auch „Sharing“ ist modern wie nie zuvor. Der Fachbegriff in der Wirtschaft lautet „Sharing Economy“: die Ökonomie des Tauschens und Teilens. Das ist schön und gut, aber es gibt Grenzen. Zum einen Grenzen, auf welchen Gebieten das „Sharing“ angewendet wird. Zum anderen Grenzen, für wen das „Sharing“ gilt.

Nehmen wir das „Car-Sharing“. Das Konzept ist eine gute Sache. Leute benutzen es, weil sie kein eigenes Auto haben. Sie haben keins, weil es für sie mehr Nachteile als Vorteile hat. Entweder lohnen sich die Unterhaltungskosten in der Großstadt nicht. Oder sie möchten mehr Zeit für sich haben und sich nicht um die Pflege und Reparatur des Wagens kümmern. Für andere wiederum spielt die Umweltentlastung eine wichtige Rolle. Egal aus welchem Grund man das „Car-Sharing“ benutzt, es ist durchaus sinnvoll.

Ähnliches gilt auch für das „Food-Sharing“. Hier werden bestimmte Orte vereinbart, an denen Lebensmittel, die man nicht mehr braucht, hinterlegt werden können. Andere kommen und nehmen sich, was sie brauchen. So werden nicht unnötig Lebensmittel verschwendet. Eine sinnvolle Verwertung des Essens also.

Neben dem „Car-„ und „Food-Sharing“ gibt es nun auch das „Home-Sharing“. Hier vermieten Leute ihre privaten vier Wände an fremde Personen. Oder sie tauschen für einen gewissen Zeitraum ihre Wohnungen oder Häuser miteinander. Das hört sich zuerst gut an. Doch wie sieht es mit der Privatsphäre aus? Ist es normal, dass man völlig fremde Personen in sein Allerheiligstes lässt? Plötzlich lernen mich fremde Personen näher kennen als mir lieb ist. Sie erfahren womöglich, welche Literatursparte ich bevorzuge. Sie erfahren, welche Musik ich höre. Und sie erfahren, welche Hobbies ich habe und welche eben nicht. Man teilt auf Kosten der Privatsphäre.

Ein weiterer neuer Trend ist das „Dog-Sharing“. Wer nicht genug Zeit hat, um sich um seinen Hund zu kümmern, kann seinen Vierbeiner mit einer anderen Person teilen. Montag- bis Freitagvormittag ist Bello bei Frau Müller, nachmittags wieder bei seinem Besitzer. Ist das nicht schön? Man teilt sich ein lebendiges Wesen.

Vielleicht kommt bald das „Child-Sharing“? Nein, es muss nicht kommen. Es existiert bereits: Bei der Anzahl von getrennt lebenden Paaren mit Kindern und der zunehmenden Zahl von Patchwork-Familien! Unter der Woche ist Klein-Friedrich bei seiner Mutter, am Wochenende bei seinem Vater. Und nicht zu vergessen die Tagesmutter, die sich um Klein-Friedrich kümmert. Das ist echtes „Child-Sharing“!

Es stellt sich also die Frage: Wollen wir eine Gesellschaft, in der man alles und jeden tauschen kann? Wollen wir eine „Sharing Society“? Der Trend zum „Sharing“ macht jedenfalls deutlich, dass das Teilen und Tauschen keinen Halt macht. Es zieht immer weitere Kreise. Von Gegenständen und Lebensmittel zu Lebewesen hin. Schlimm wird es aber erst, wenn das Teilen und Tauschen zum Zwang wird. Die „Sharing Society“ also Realität geworden ist und die Realität beliebig austauschbar.

Bei diesem ganzen „Sharing“-Wahn stellt sich die Frage, wann sich nun das „Mate-Sharing“ etablieren wird. Das Paradies auf Erden für alle Blumenkinder! Montag bis Dienstag ist Erika bei Hugo. Mittwoch bis Donnerstag ist sie bei Heinz. Freitag bei … Und so geht es immer und immer weiter.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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