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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Patient „Europäische Union“
Eine Dialyse für Brüssel, Herr Doktor!
20.12.2018
Die Europäische Union verliert ihre Gliedmaßen. Statt sich auf die medizinische Intensivstation zu begeben, umgibt sie sich kränkelnd mit Problemen. Doch im kranken Zustand kann nichts Kluges entstehen.

Griechenland, Italien und Spanien haben massive Probleme. Sei es wegen der Flüchtlinge, sei es wegen der Finanzen, sei es wegen der Nachbarstaaten. Ganz zu schweigen von den osteuropäischen Ländern, wie etwa Ungarn mit seinem Zerfall demokratischer Strukturen oder die baltischen Staaten mit ihrer stets präsenten Sorge eines Überfalls durch den russischen Nachbarstaat. Zusätzlich überschlagen sich die Ereignisse von „Brexit“ bis zu den „Gelbwesten“ innerhalb der Europäischen Union (EU).

Wie zu sehen, tummeln sich im europäischen Spielkasten genug politische Baustellen. Bis zum Zentrum Europas, Brüssel, scheinen diese aber nicht durchzudringen. Feuchtfröhlich pumpt das technokratische Herz weiter, während mal hier, mal dort ein Glied nach dem anderen verschwindet. Die britischen Inseln kleben nunmehr wie eine künstliche Prothese am Rest Europas und auch der italienische Stiefel, mittlerweile durch die europäische korsettartige Schnürung tiefblau angelaufen, leidet zunehmend an Blutstau.

Während Europa offensichtlich reif für die Intensivstation ist, betreiben die Eurokraten weiterhin ihr Tagesgeschäft als wäre nichts geschehen. Vermutlich läuft im EU-Abgeordnetenhaus Monty Pythons „Der Ritter der Kokosnuss“ in Endlosschleife. Anders ist der realitätsferne Optimismus der Brüsseler Politiker nicht zu erklären. Getreu der Ansicht des schwarzen Ritters, dass der Verlust seines Arms nur ein „Kratzer“ sei.

Mit eben diesen Läsionen - aus Brüsseler Sicht „Kratzern“, aus medizinischer Perspektive Gliedmaßenverlusten - kann man sich mit Beatmungsgerät den anderen Problemen zuwenden. Wie durchdacht und professionell in diesem medizinisch elenden Zustand „gekämpft“ wird, lässt sich tagtäglich am Beispiel „Kampf gegen den Diesel“ sehen. Anstatt europaweite Standards für die Messung der Luftschadstoffe zu etablieren, erwarb jedes Land seine Messwerte nach Gutdünken. Das ist unvergleichbar, unsinnig, untragbar.

Das zeigt: im körperlich geschwächten Zustand lässt sich nicht klar denken. Welchen Anteil den Stickoxiden und anderen luftverschmutzenden Partikeln zukommen, muss erstmals wissenschaftlich eruiert werden. Nach europäischen Standards versteht sich. So wie der neueste Vorschlag der Brüsseler Riege. Nach ihrem Willen sollen Plastikdeckel zukünftig fest an Flaschen befestigt werden. Das soll unnötigen Plastikmüll vermeiden.

Wie man zu solch einem Gedankengang kommt, wird verständlich sobald man an den immensen Blutverlust der kranken EU denkt. Nicht nur die Sicht wird unklar, sondern auch der Verstand vernebelt. Blutverlust induziert Neuronenverlust, Gehirnverlust induziert Denkverlust.

Ein erster Schritt gegen diese degenerativen Prozesse wäre es den europäischen Blutstau anzuerkennen und sich hiernach in medizinische Obhut zu begeben. Doch nach dieser langen Phase der Krankheitsverleugnung wird Herr Doktor nur eine Diagnose stellen können: Dialyse. Will heißen: ein Auswechseln der ganzen Brüsseler Lobby.

Erst diese Blutreinigung ermöglicht einen ungetrübten Blick mit klarem Kopf. Großbritannien könnte fachgerecht an Europas Rumpf angenäht und Italien lockerer zusammengeschnürt werden. Dann würde es auch nicht mehr heißen: „OP gelungen, Patient tot“.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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