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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Öffentlich-rechtliche Berichterstattung
Systemjournalismus, nur zu Zeiten von Corona?
30.03.2020
Auch in Corona-Zeiten bleiben sich viele Berichterstatter treu: bunte Bilder statt Fakten, Ideologie statt Vernunft.

Die mediale Aufmerksamkeit für Greta Thunberg und die Fridays-for-future-Bewegung verglühte wie eine Sternschnuppe. Der Liebling der Saison, das Mädchen - mit mittlerweile einem Zopf - , wurde von einem kleinem, stacheligen Etwas, dem Covid-19-Virus vom Thron gestoßen.

Um in der Logik verblendeter Gendersufragetten zu sprechen: DER Virus hat DIE Greta Thunberg „besiegt“. Eben gleiches Schicksal erfährt DIE AfD. Denn links, oder richtigerweise rechts, liegen gelassen wird DIE „Alternative für Deutschland“. Weidel? Gauland? Höcke? Fehlanzeige. Wenn das mal kein Zufall ist?

Doch Scherz beiseite. Nun heißt es nicht mehr „Wir vs. AfD“, sondern „Wir vs. Virus“. Der Feind tummelt sich nun auf mikrobiologischer Ebene. War er früher identifizierbar, seine Töchter trugen Kleider und Zöpfe, so ist er heute ungreifbar, unsichtbar, unberechenbar. Weil der Virus nicht ausgegrenzt oder sozial geächtet werden kann, müssen sich seine Gegner mit ihm auseinandersetzen. Ob sie es wollen oder nicht.

Was aber bleibt weiterhin bestehen? Die Gleichförmigkeit in der Berichterstattung. So wie etwa der Medienjournalist Andrej Reisin die gegenwärtige Lage beurteilt. „Es ist aber auch in Krisenzeiten nicht die eigentliche Aufgabe der Medien, den verlängerten Arm der Regierung zu spielen und Kampagnen à la ‚Wir vs. Virus‘ (die „tagesschau“ auf Social Media) zu inszenieren.“

Statt professioneller Datenaufbereitung liefern die öffentlich-rechtlichen Anstalten bei der Berichterstattung zum Coronavirus unzureichende Informationen aufgepeppt in bunten, interaktiven Grafiken. Die absolute Zahl der Infizierten pro Tag mit bunten Balken ist zwar schön und gut anzusehen, wie die interaktive Karte der „Coronavirus-Infektionen in Deutschland“ der „tagesschau“. Aber sie sagt nicht alles über das Ausmaß der Ausbreitung aus.

Sinnvoller wäre es, zusätzlich zu den bunten Balken, eine grafische Kurve zu erstellen, die den relativen Anstieg von Tag zu Tag, seit Auftreten des Virus in Deutschland anzeigt. Zudem „wird jede Person, die stirbt und gleichzeitig an Corona erkrankt ist, als ‚Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion‘ gezählt, unabhängig davon, wie alt die Person ist oder welche Vorerkrankungen sie hat.“ Die Corona-Toten nach Alter und spezifischen Vorerkrankungen zu unterteilen, das wäre ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, für eine sachliche, informative und professionelle Berichterstattung.

Doch das erfordert unideologisches, vernunftgeleitetes Recherchieren. Und die Vergangenheit zeigt, dass Sachlichkeit und Vernunft rare Zutaten darstellen. Die Tat in Hanau? Weil der Täter ausschließlich Migranten und Ausländer tötete, sprachen die meisten Beobachter, wie aus der Pistole geschossen, von einer rechtsextremen Tat. Gar von Terror war die Rede.

Doch wer, außer dem Täter, weiß über die wahren Beweggründe Bescheid? Niemand. Und dass Telepathie zu den zentralen journalistischen Fähigkeiten gehöre, wäre in der Tat eine Sensation. Realistischer in diesem Zusammenhang scheint ein reflexives Schlussfolgern vieler Spitzfedern, mit dem Ziel die eigenen Überzeugungen und Einstellungen zu untermauern. Zudem sehen Ermittler des Bundeskriminalamtes nach eingehenden Analysen eine rechtsextreme Gesinnung nicht als Hauptmotiv.

Corona verdeutlicht diese teils überhitzte und gedankenlose Berichterstattung. Statt unabhängig und sachlich zu berichten, spielen die Öffentlich-Rechtlichen den „verlängerten Arm der Regierung“. Statt kritisch und unvoreingenommen die Feder zu zücken, kuscheln sie liebedienerisch mit den Regierenden.

Ihr ideologischer Stern der Berichterstattung leuchtet noch zu hell. Ihre Supernova ist noch zu weit entfernt.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.




















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein