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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Mund-Nase-Schutzmaske
...als Maske des Verbrechens?
25.04.2020
Ab Mittwoch nächster Woche gilt in allen Bundesländern die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Schutzmaske. Augen, Nase und Mund sind verdeckt. Steigt jetzt die Kriminalitätsrate?

Was wurde über den Mund-Nase-Schutz diskutiert und debattiert. Die einen bestritten seinen Nutzen, die anderen sahen ihn als Allheilmittel, und wieder andere begriffen den Schutz als neues Modeaccessoire. Doch das war einmal. Mittlerweile hat sich das Bild gewendet.

Die meisten stimmen darin überein, dass ein Mund-Nase-Schutz durchaus Sinn ergebe. Obwohl die einfache Maske nach längerem Tragen feucht wird und bei Berühren dieser sich die Viren besonders gut verbreiten können; obwohl die Maske die Sauerstoffzufuhr drosselt und hierdurch den Organismus schwächt. Obwohl das Tragen einer FFP2/FFP3-Maske ohne Ventil wesentlich sinnvoller wäre als das einer normalen Maske. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Eines muss man jedenfalls der einfachen Maske zu Gute halten. Zum „It-Piece“ des Jahres ist sie schon geworden. Menschen basteln sie in unterschiedlichen Farben und Motiven. Und vermutlich wird die Maske als politisches Symbol der Coronapandemie in die Geschichte eingehen. Jedenfalls heute assoziieren die meisten unweigerlich das Coronavirus mit einer solchen Maske. Ab Mittwoch nächster Woche gilt in allen Bundesländern die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, und bei der Stärke der Aprilsonne auch zum Tragen einer Brille.

Augen, Nase und Mund. Sie alle sind somit verdeckt. Der Träger der Maske ist nicht identifizierbar. Was passiert jetzt? Bereits Platon beschäftigte sich mit dieser Frage. In seiner Politeia beschreibt er das moralische Gleichnis vom Ring des Gyges. Gyges war ein Schäfer, der einen Ring fand. Dieser machte ihn unsichtbar. Mithilfe dieses Ringes gelang Gyges auf unmoralische Art und Weise zu Macht und Ruhm.

Was folgt aus dem Gleichnis? Es zeigt, dass bei Nichtsichtbarkeit die Hemmschwelle unmoralisch und kriminell zu handeln steigt. Weil man sich sicher wähnt nicht für seine Taten in Rechenschaft gezogen zu werden. Der Shitstorm in den sozialen Medien verdeutlicht das. Niemand weiß, wer anonym beleidigt hat. Niemand kann bestraft werden. Dementsprechend steigt die Sicherheit aufseiten der Täter, und das Ausmaß der Tat.

Genau diese Anonymität findet sich nun im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Damit steigt das Risiko von Straftaten in diesen genannten Räumen. Gewalttaten und Raubüberfälle in Bussen und Bahnen. Einerseits. Andererseits mehr Kriminalitätsdelikte in den Geschäften. Ganz zu schweigen von den steigenden Überfällen auf offener Straße.

Für Alte, Gebrechliche und Kranke wird der tägliche Gang auf die Straße umso mehr zum russischen Roulette. Es herrscht noch mehr Unsicherheit. Wer ist die Person, die mir entgegenkommt? Ist sie vertrauenswürdig? Plant sie etwas Kriminelles? Fragen über Fragen, die mit Maske nicht beantwortet werden können. Das hat etwas vom Wilden Westen. Und in der Konsequenz würden viele Leute zu Hause bleiben.

Ist das womöglich das Ziel einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Schutzmaske? Dass sich viele freiwillig in Selbstquarantäne begeben? Wenn ja, dann wurde dieser Gedanke nicht wirklich durchdacht. Denn hierdurch steigt auch die Bereitschaft zu kriminellen Straftaten: Raubüberfälle auf offener Straße, Überfälle auf Sparkassen und auf Geschäfte.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass diese Taten nicht das gleiche Ausmaß annehmen werden, wie etwa in Italien. Aber erste Straftaten mit Mundmaske verdeutlichen schon das kriminelle Potential in Deutschland, wie etwa in Berlin, Pforzheim, Kirchhellen und Braunschweig.

Immerhin kann man dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. Auch in Krisenzeiten hält sich der Deutsche brav an die Regeln. Sicherheit steht für ihn an erster Stelle. Die Maske macht‘s möglich.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.




















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein