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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Meine „verque(e)rte“ Universität
Wenn Eltern älter werden.“
15.02.2018
Wer dachte, dass es im akademischen Juste milieu nicht sozialneurotischer zugehen kann, der sei gewarnt. Es kann. Die ganzen hyperängstlich, hyperventilierenden von den ganzen Oberschneeflöckchen und Oberschneeweißchen in ganzer spießbürgerlicher Libertinage organisierten gesellschaftlichen Aktionen und Veranstaltungen verdeutlichen das nur zu Gute.

So wie das Gezeter an der Alice-Solomon Hochschule in Berlin wegen eines, aus irgendwelchen Gründen als feindlich (?), rassistisch (?), diskriminierend (?) wahrgenommenen Gedichts an einer Hausfassade; weiß der Geier, was in diesen gendergepolten Köpfen vor sich geht. Im Weiteren soll aber nicht näher hierauf eingegangen werden. Wer sich trotzdem in die Weiten und Verrenkungen betreffender Personen begeben möchte, dem seien Psychologie und Psychotherapie zu empfehlen. Ob man es aber je ansatzweise verstehen wird?

Egal. Hauptsache Schneeflöckchen und Schneeweißchen erfreuen sich im Scheinwerferlicht der Aufmerksamkeit und fühlen sich vom Hauch der 68er umnebelt. Denn wie Aufständige, wie Rebellen, wie Revoluzzer fühlen sie sich, wenn sie mittels ihrer sprachlichen Nuancen unwissentlich in ihrem hyperneurotischen Rausch das Schöne bis zur Unkenntlichkeit verunstalten. Ein Versuch ihre eigene Hässlichkeit zu verdecken? Weil ästhetisch, weil intellektuell, weil moralisch so abstoßend?

Oder ist es doch eher ein verzweifelter Ausdruck ihrer unkontrollierten, neurotischen Angst? Die Angst der innerlich Geplagten in den nihilistischen Sog der Fülle von Möglichkeiten einer Welt voller Misstrauen hineingezogen zu werden? Ein Hinweis hierfür könnten auf jeden Fall die ganzen universitären Ratgeberveranstaltungen, die ganzen Knigges zur gemeinschaftlichen Angstaffektion sein. Statt Ängste zu therapieren, werden immer und immer wieder neue Ängste geschaffen. Sozialparanoia at it‘s best.

Der sozialneurotischen Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, wie eine Veranstaltung der FU Berlin zeigt: „Wenn Eltern älter werden. Wie ich altersspezifische Veränderungen erkennen und mit ihnen umgehen kann.“ Das ist selbstverständlich ein hochrelevantes und spannendes Thema. Aber geht eine Instrumentalisierung von Eltern mit einer Pathologisierung des Alters nicht ein bisschen zu weit? Grenzt es nicht gerade an Perfidie, wenn man versucht den jungen Menschen ihren letzten Funken der Selbstsicherheit zu stehlen, indem man aus ihren Eltern kranke Devianten macht?

Kein Wunder also, dass Schneeflöckchen und Schneeweißchen ihre rebellischen Aufstände im sprachlichen Bereich ausfechten. Sprache ist ihr sinnes-holistischer Tranquilizer, ihr libidinöses Sedativum. „Das Bedürfnis zu sprechen, hindert nicht nur zu Hören, sondern auch zu Sehen“ wusste bereits Proust.

Doch wie „verqu(e)ert“ der ein oder andere das universitäre Treiben auch finden mag, letztendlich schenkt es den Flöckchen - zumindest kurzfristig - Geborgenheit und Sicherheit.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein