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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Klima- und Europahysterie
Always look on the hysterical side of life“, sagt der Deutsche
14.05.2019
Kaum ein Tag in Deutschland vergeht ohne Untergangsszenarien, das Klima und Europa betreffend. Für den Psychoanalytiker ein klarer Fall von Hysterie.

Fünf, vier, drei, zwei… „Mayday, mayday!“, es ist fünf vor zwölf, Deutschland steuert sich selbst von einem selbstgeschriebenen Drama zum nächsten. Binsen ausspuckend und im Marschschritt der zig Demonstrationen hyperventiliert Deutschland. Dass die polit-aktiven Teutonen solch ein wetterfühliges Völkchen seien, hätte wohl niemand gedacht. Jedenfalls steht fest: Deutschland ist die ungekrönte „Diva unter den Hasen“.

Warum ist das so? Deutschlands Establishment geht es zu gut und wem es zu gut geht, wer zu wenig Dramen im eigenen Leben hat, kreiert sich welche nach eigenem Gusto, wird zu einem Hobbydramatiker. Daher überrascht es nicht, dass aus den Federn der Schickeria Werke wie „Und täglich grüßt die rechte Gefahr“, „Greta die Klimakämpferin“ oder „Die tote Biene Maja“, „Der Untergang der EU“ entstammen. Sie sorgen für den nötigen emotionalen Kick und füllen den individuellen Sinndefizit des sonst so öden und trägen Lebens auf.

Dass dieses Gefühlsgemengelage in hysterische Exzesse ausartet ist wieder eine andere Geschichte, bei der Onkel Freud Hilfe leisten kann. Während des 20. Jahrhunderts bekamen vor allem sexuell gehemmte und „genußaversive“ Frauen des Bürgertums die Diagnose Hysterie gestellt. Ihr privilegierter Lebensstil erlaubte ihnen eine exzessive Selbstumkreisung eigener Gefühle, Gedanken und Probleme.

Jetzt wird klar, warum so viele Klimahysteriker aus grün-links-protestantischen Reihen kommen. Statt zu „schnackseln“, wird am eigenen Selbst „gerackert“: am eigenen Körper während des Laufens, am eigenen Geist während des Achtsamkeitstrainings und an Kind und Partner als Erweiterung des Selbst.

Diese emotionale Labilität erhöht die Empfänglichkeit für die emotionale Ansteckung, die der Massenpsychologe Gustave LeBon bereits 1895 zur Erklärung kollektiven Verhaltens benutzte. Der Einzelne fühlt sich durch die unmittelbare Emotionalität der Masse in dieser wohl behütet, verliert somit die Fähigkeit zum kritischen Denken und erfreut sich seiner beglückenden Ekstase.

Jedenfalls ist diese Form des Rausches gesünder und günstiger als sich einen hinter die Binde zu kippen. Und es erklärt zumindest, warum auch so viele Jugendliche für die Klima- und Europahysterie empfänglich sind. Das Mindestalter für Alkohol beträgt - zumindest in Deutschland - sechzehn Jahre. Was früher die bunten Alkopops waren, sind heute die „Fridays for Future“- und „Pulse of Europe“-Demonstrationen.

Zudem befinden sich aus psychologischer Sicht die Jugendlichen in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der nicht wenige aufgrund ihrer negativen und zu katastrophen-neigende Sichtweise eine Depression entwickeln. Der Hang zur Dramatik liegt ihnen somit nicht fern, Pinguin-, Bienensterben und der Zerfall Europas kommen da wie gerufene Projektionsflächen, um die eigene jugendliche Hysterie ausleben zu können.

Dass Jugendliche zur Hysterie und Schwarzseherei neigen – geschenkt; dass aber Erwachsene politische Themen als Platzhalter für ihre von Angst durchtränkten Leben auf Kosten von Kindern, der Gesellschaft und des Landes benutzen, ist diskutabel.

Ein bisschen mehr Lässigkeit würde den deutschen Hasen nicht schaden, wie schon Monty Python in das „Das Leben des Brian“ mit „Always look on the bright sight of life“ zeigte.

Dann heißt es auch: Fünf, vier, drei, zwei, eins… Selbstzerstörung deaktiviert.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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