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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


Impression aus dem Alltag
 R3: Reiselustige rüstige Rentner
19.10.2017
Deutschlands Rentner holen das auf, was ihnen die Jungen vormachen. Reisen, feiern, Spaß haben. Sie tun es dabei auf ihre Art und Weise. Charmant, rustikal, fragil.

Egal, ob Sommer oder Winter, ob Frühling oder Herbst. An einem heißen Sommertag flanieren sie durch die Straßen, die Cafés okkupieren sie an einem sonnigen Wintertag. Entweder in Form eines desorganisiert organisierten Reisetrupps, wo der Reiseleiter die sich nach allen Himmelsrichtungen ausbreitend Wollenden und zugleich Rollenden zusammenpferchen muss, oder - bei den etwas Agileren üblich - sportiv von Funktionshelm bis Funktionsschuh gekleidet als Drahtesel-Kombo. Die Rede ist von reiselustigen, rüstigen Rentner, kurz R3.

Nicht die Tollwut, sondern die Reisewut hat einige von Deutschlands Rentnern im Griff! Endlich machen sie es den Jungen gleich und ziehen nach!

Ja, auch sie können es. Aber im Gegensatz zu diesen wissen sie, wie man sich inmitten feindlicher Reisetrupps mobilisiert. Nämlich stramm in Reih und Glied. Gewissermaßen wie damals eben. So pressen sich zwei R3 brettartig Schulter an Schulter einander, während die Finger eben dieser Seite eng umschlingend Balance halten. An der anderen Hand lugt jeweils in charmanter Manier ein Gehstock - zur weiteren Stabilisierung. Obwohl fragil wirkend, ist diese Konstruktion alle mal stabil. Doch schnell geht anders.

Aber das hindert nicht die R3 sich die Welt eigen zu machen, wobei sie durchaus mit den Jungen konkurrieren können. So okkupieren manche von ihnen ganze Zugabteile, wie zum Beispiel im Ruhrgebiet. Einige können nach ein paar „Prosecöööös!“ nicht mehr still halten, wobei ihr volkstümliches Liederrepertoire exponentiell zur Alkoholmenge zunimmt - sowohl in der Wiederholungsschleife als auch in der Lautstärke.

Bei den Jungen ist es das gleiche Spiel, nur dass statt Prosecco Bier fließt und statt Helene Fischer Jay-Z aus den Lautsprechern ertönt.

Den R3 tut das alles gut, denn für kurze Zeit vergessen sie. Den Funktionshelm. Den Funktionsschuh. Sich selbst. Stattdessen schmieden sie Pläne, wann sie welches Reiseziel als nächstes anpeilen können. Weit weg - zeitlich und räumlich - ist dieses nie, so wie jetzt, wo der Duft von Zimt und Tannen immer stärker wird. Vor allem aus Nürnberg, Aachen oder Dresden kommend. Von den Ständen des Weihnachtsmarktes

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein