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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


                                                                                                                       
                                         
Impression aus dem Alltag
Das Bluttabu
04.07.2018
Manche Werbemenschen sorgen mit ihrem Kampagnen ungewollt für geistige Unterhaltung. So wie die neueste ausgeklügelte Erfindung: „Menstruation ist kein Tabu!“. Seit wann gilt Menstruation als Tabu? Seit wann „schämen sich“ deswegen viele junge Frauen?

Werbemenschen sind findige Geister. Es wird vermarktet, was sich vermarkten lässt. Super Food, Urban Food, Skin Food. Neuester Trend ist etwa der natural look. Unsinnige Produkte, die helfen sollen, so auszusehen, wie gerade aus dem Bett gekrochen. Oder das „Wasserspray“, das Erfrischung spenden soll. Ein Wasserhahn tut‘s auch, vermutlich ist das aber zu old school.

Es reihen sich nun innovativ-radikale Tabubrüche ein. De facto sind es keine, sie werden aber von den Werbemenschen so verkauft, als ob sie es wären. „Menstruation ist kein Tabu!“. Die offenkundige Unterstellung, die hier eingreift: Menstruation sei etwas Verbotenes.

Handelt es sich hier um keine Werbekampagne, sondern um das Werk von selbsternannten Genderamazonen, die aus Altersgründen nicht mehr bluten können? Gemeinsam in weiblicher Waffenstillstandliaison mit den noch blutenden, aber misogynen Kämpferinnen? Wollen sie so die anderen jungen Frauen auf den richtigen Pfad, den der Verleugnung ihrer Weiblichkeit, bringen?

In Ghana etwa ist es einer Frau während ihrer Menstruation untersagt sich in der gleichen Unterkunft wie ein Mann aufzuhalten oder etwas für ihn zu kochen. Und auch in der Türkei gelten Frauen während ihrer Menstruation als unrein. Werden wir schon seit längerem von diesen kulturellen Sichtweisen unterwandert?

Andererseits wimmelt es in der Werbung nur so von Binden, Tampons und Slipeinlagen. Gar Tampons „mit probiotische Kulturen“ oder der neueste Trend „Menstruationstasse“ besiedeln die Werbelandschaft. Von einem Bluthype statt eines Bluttabus, von einem Blutstolz statt eines Blutneids kann hier die Rede sein.

Weibliche Fruchtbarkeit als Sünde einer verbotenen Frucht darzustellen? Fundamentalreligiöser und sensationsaffiner geht es wohl kaum.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein