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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


Impression aus dem Alltag
Arbeit macht geil!“

22.01.2018
Wir alle haben das Bedürfnis mit anderen Menschen in eine Beziehung zu treten. Wie wir das machen, bleibt uns überlassen. Allerdings entdeckte Erich Fromm ein Muster, nach dem wir hier vorgehen. Danach lassen wir uns in zwei Kategorien einteilen. Entweder unterwerfen wir uns ganz in masochistischer Manier oder wir schwingen selbst die Lederpeitsche und zeigen unseren Untergebenen wo‘s lang geht.

Ja, ich weiß, manche von Ihnen werden jetzt aufschreien und mich darauf hinweisen wollen, dass man Menschen nicht in Schubladen stecken solle, da das einem Chuzpe grenze, es sei menschenverachtend, politisch unkorrekt und einfach nur taktlos und so weiter und so fort.

Ich hoffe Sie verzeihen mir, aber ich gehöre eben zu diesen emotional minderbemittelten Elendsgestalten, die keinen Hehl daraus machen mit Schopenhauers „Was mich nicht umbringt, macht mich nur stärker“ zu sympathisieren - und jetzt kommt der Knaller: ich bin kein AfDler. Kaum vorstellbar, oder? Und soll ich Ihnen noch etwas sagen? Zur abendlichen Zerstreuung schmökere ich neben meinem Bier gerne in Nietzsches „Jenseits von Gut und Böse“ herum.

Macht mich das zu einem schlechten Menschen? Aus Sicht der hypermoralisierenden Wattebausch-Fraktion aka Gutmenschentum bestimmt. Aber who cares! Ich rufe mir dann immer das Zitat eines bekannten deutschen Philosophen in den Kopf, „Mach Dein Ding!“, so Udo Lindenberg.

Was mich aber eigentlich beschäftigt - deswegen schrieb ich oben von Master und Sklave, aber nicht im Sinne Hegels als Subjekt-Objekt-Dialektik aus seiner „Phänomenologie des Geistes“ - sind diese ganzen bemitleidenswerten Gestalten, die unsere Straßen okkupieren. Und ich meine damit nicht die armen Obdachlosen - Gott beschütze Sie! - nein, ich meine diese innerlich leeren, da alles nach außen transponiert, mit dunklen Augenringen herumlaufenden Lemminge. Diese ganzen sich geistlos plackenden Arbeitswütigen, die das ganze auch noch freiwillig machen! - abgesehen von den armen Getriebenen, die gezwungen werden.

Ich kann einfach nicht verstehen, warum sich das jemand antut. Macht es sie geil als Arbeitskraft ausgebeutet zu werden? Können sie vielleicht nur so ihre sexuellen Fesselphantasien richtig ausleben, weil sie zu prüde sind es in ihren vier Wänden zu treiben? Oder sind sie schon so pervers hyperzivilisiert, auf der höchsten Stufe der Zivilisiertheit, dass sie ihre sexuelle Libido ganz im Sinne Onkel Freuds in „sozial nützliche“ Errungenschaften - eben dem Malochern - „sublimieren“? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht und möchte es auch nicht wissen (das ist nur eine Verschwendung meiner kognitiven Kapazitäten).

Was ich weiß, ist dass das einfach nur krank ist, dieses „Geil durch Arbeit“. Das ist doch wie steriler, zusätzlich durch einen Notar beglaubigter Sex. Sauber, artig und langweilig. Höchst zivilisiert, aber unaufregend. Aber anscheinend macht gerade dieses Aseptisch-Sagrotanhafte so viele scharf, also diese „capitale“-Stellung, diese neue kapitalistische Sexstellung. Statt den Hintern hinzuhalten, halten sie ihre Arbeitskraft hin und das ist ihr orgiastisches Erlebnis.

Mir soll‘s auf jeden Fall recht sein. Arbeit ist Arbeit und bleibt Arbeit. Ich sympathisiere da vollkommen mit dem Credo „Geil durch Freizeit“. Deswegen folge ich weiterhin Udo Lindenberg und mache „mein Ding“. Sollen die anderen mich ruhig unzivilisiert oder schweinisch nennen.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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