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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Greta-Ebbe
Das Nürnberger Christkind als Greta 2.0?
10.11.2019
Nach der Greta-Flut herrscht nun Greta-Ebbe. Wird das frisch gekürte Nürnberger Christkind Greta beerben?

Es ist zwar schon eine Weile her. Aber erinnern Sie sich noch an das Mädchen mit den zwei Zöpfen? Und dem irren, hasserfüllten Blick, der alles andere als mit dem eines Thunfisches zu tun hat? Wahrscheinlich geistert das Schwedenmädchen noch in den allermeisten Köpfen umher. Unvergessen ihre legendäre „How-dare-you“-Rede beim UN-Klimagipfel in New York.

Doch die massenmediale Lobspirale um Greta Thunberg wandelt sich mehr und mehr zu einer Schweigespirale. Nach der Greta-Flut herrscht nun Greta-Ebbe. Abgesehen von einigen Liebesbekundungen einiger Freizeit-Aktivisten, wie etwa Leonardo „Titanic“ DiCaprio oder Arnold „Terminator“ Schwarzenegger, flauen die Lobhudeleien vieler grüner Träumer ab.

Was ist passiert? Drückt der Winterblues dermaßen auf die Emotionsschraube im Kopf, sodass der anfängliche Reiz Greta Thunbergs verloren gegangen ist? Bewegen ihre zwei Zöpfe nicht mehr die Herzen vieler Weltretter? Ob es wohl daran liegt, dass Greta öfters nur einen Zopf trägt?

Oder liegt es an etwas ganz anderem? Wie etwa am deutschen Gemüt? Schließlich kommt mit der kalten Jahreszeit auf wunderliche Weise seine besinnliche und leise Stimmung an die Oberfläche. Und diese ist unvereinbar mit dem emotionalen Überschwang der letzten Monate. Diese Einstellung gleicht eher einer ruhigen See. Und nicht einem peitschend-aufwühlenden Wellengang.

Doch egal welcher dieser oben genannten Gründe zutrifft oder nicht. Festzuhalten bleibt, dass es diesen massenmedialen Greta-Dornröschenschlaf so lange wie möglich auszukosten gilt. Sozusagen Greta-Wellness für die Seele. Denn wer weiß, wie lange Thunbergs Bewunderer brauchen, um eine Begeisterungsbekundung nach der anderen an das überlebensgroße Wandbild des Künstlers Andres Petreselli in San Francisco zu singen.

Nota bene: Das vorherige Wandporträt von Robin Williams, auch vom „Petersilie“-Künstler gezeichnet, wurde zerstört. War das der Grund für seine Beauftragung mit Gretas Portrait?

Wie dem auch sei. Wie lange dauert es bis Greta Thunberg überhaupt keine Gefühlsregung mehr bei ihren Bewunderern auslöst? Bis die Greta-Ebbe vollends angekommen ist? Wer wird dann ihren Ruhmesplatz übernehmen und zur neuen Greta 2.0 erkoren? Wer wird die grünen Träumer aus ihrem Dornröschenschlaf wach küssen?

Mein persönlicher Favorit, der dieser Aufgabe in Deutschland auf nationaler Ebene gewachsen sein und auf den die Heilsuche gerichtet werden könnte: Benigna Munsi, das Nürnberger Christkind 2019/2020. Ihre Karten stehen nicht schlecht massenmedial den Platz einer deutschen Greta einzunehmen.

Zum einen ist sie eine junge Frau, Tochter eines Inders und eines Deutschen und ihre Ernennung gefiel einigen aus der AfD so überhaupt nicht; alles Eigenschaften, die gerade „In“ sind. Zum anderen herrscht in der Gesellschaft eine Nazi-Paranoia. So rief kürzlich die Stadt Dresden den Nazi-Notstand aus. Alles also beste Voraussetzungen für das Nürnberger Christkind um Greta, nolens volens, als mediale Heilfigur zu beerben. Die Braut der bunten Vielfalt folgt sozusagen auf die Klima-Braut.

Und von Mama und Papa Thunberg können sich die Eltern des Christkinds auch eine Scheibe abschneiden; zumindest was einer maximalen Vermarktungslogik anbelangt, wie etwa eine Familien-Autobiografie auf dem Markt zu bringen.

Der Zeitpunkt hierfür könnte nicht treffender sein. Weihnachten steht bald vor der Tür. Und wer wünschte sich nicht einen Schmöker à la Thunbergs „Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für die Vielfalt“ unter dem Weihnachtsbaum. Und wer wünschte sich nicht für die gegenwärtige „böse“ Welt einen neuen Messias?

Zwar erreicht das Nürnberger Christkind mitnichten ansatzweise die mediale Reichweite wie Greta Thunberg. Aber immerhin verdrehte wieder eine junge Frau reihenweise viele Köpfe in den Redaktionsstuben.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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