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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Feigheit an Universitäten
Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts!“
22.10.2019
Die Actionhelden der Achtziger und Neunziger Jahre waren ihre Vorbilder. Doch sobald es brenzliger wird, bevorzugen viele Professoren das kuschelige Hasenkostüm. Das zeigt der Fall Lucke.

Was waren es für Zeiten als Bruce Willis, Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger die Welt retteten. Ob als Korben Dallas in „Das fünfte Element“, als John J. Rambo in „Rambo“ oder als Adam Gibson in „The 6th Day“. Alle strotzen nur so vor Ehrbewusstsein im Kampf für das Gute. Wobei eine gehörige Portion Mut, oder genauer gesprochen, Zivilcourage dazugehörte.

Doch was bedeutet eigentlich „Zivilcourage“? Laut Duden ist es der „Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z.B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten u.a. vertritt“. Und über Mut, oder genauer gesagt Zivilcourage, sollte wieder gesprochen werden. Denn der Eindruck lässt sich wirklich schwer vermeiden: Mehr und mehr Hasen bevölkern die Universitätslehrstühle.

Zumindest bei der Causa Lucke illustrierten Angehörige der letzteren Institution aufs Schönste ihre eigene flauschige „Hasigkeit“. Oder trat irgendein Universitätskollege Luckes diesem öffentlich zur Seite? Taten sich irgendwelche seiner Kollegen für eine Petition zusammen? Kritisierten irgendwelche Lehrstuhlinhaber den Vorfall im Vorlesungssaal? Wenigstens von ihnen wäre eine Positionierung zu erwarten gewesen. Wenn schon nicht aus Solidarität, so denn aus Gründen der Lehrfreiheit, Meinungsfreiheit und Toleranz, aber auch, um als Vorbild für die Studierenden zu agieren.

Denn neben Klima-Ikone Greta Thunberg, der lebensechten Barbie Shirin David und Teenie-Schwarm Justin Bieber mangelt es an „echten“ Vorbildern – zumindest in intellektuellen Kreisen. Allzu oft meinen viele das eigene Image mit Vorbild gleichzusetzen, will heißen, sich selbst zu inszenieren und zu performen. Was hierbei liegen bleibt? Die Verantwortung nicht nur gegenüber sich selbst, sondern gegenüber den Studierenden, Kollegen und der Öffentlichkeit.

Natürlich ist der Einsatz riskant, aber nicht existentiell oder gar lebensgefährlich, wie bei Bruce Willis, der bei seinem ersten Treffen mit dem „Fünften Element“, einer Frau namens Leeloo, sich für diese einsetzt und somit sein Leben aufs Spiel setzt.

Lohnt es sich daher nicht für eine kultivierte Diskussionskultur, für Meinungspluralität und für Toleranz einzustehen? Das Hasenkostüm abzulegen und sich die Löwenmähne überzustülpen? Sich vielleicht etwas wie Bruce Willis zu fühlen? Das wäre doch mal ein Grund.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
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