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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Fehlende Umgangsformen
Umweltsau und Fake-Kultiviertheit
14.01.2019
Die ganze Debatte um das „Umweltsau“-Lied zeigt, worin das eigentliche Problem liegt: Im fehlenden Takt- und Kulturgefühl in Teilen der Medienlandschaft.

Überall wo man hinschaut, entgegnet einem Aufregung, Aufregung und nochmals Aufregung: AfD, Klimaerwärmung, Irankonflikt. Für Contenance und Räson bleiben offensichtlich nicht viel Raum, wie viele Twitter-Kommentare verdeutlichen. Es bleibt also zu hoffen, dass das nichts über die Größe des Geisteszustandes einer Nation auszusagen hat.

Denn wenn dem so wäre, stellte sich ernstlich die Frage, ob man vielleicht Deutschland den Krankenschein ausstellen sollte? Zum Beispiel für eine Therapie im „Anger Management“? Um zu lernen die eigenen Triebkräfte zu kanalisieren und produktiv umzulenken. Etwa in einer qualitativen Auswahl an medialen Themen, die tatsächlich die Vielen berühren. Und nicht, wie gegenwärtig zu beobachten, sich Inhalte herauszupicken, die die Lebensrealität nur weniger betreffen.

Weil aber in Deutschland ein Mangel an Psychotherapeuten zu beklagen ist. Zu wenige da sind, die sich dieser Problematik annehmen könnten, so könnte es vielleicht an etwas anderem liegen. Zum Beispiel an fehlenden Umgangsformen. Diese werden jüngst allzu gerne und im Nachhinein als Satire verpackt.

Das „Umweltsau“-Lied verdeutlicht das. Und zeugt von beruflicher und moralischer Mediokrität. Wer nicht vor Veröffentlichung eines Videos weiß, ob er eine Satire oder keine produziert, handelt unprofessionell. Wer dazu noch nach der Veröffentlichung behauptet, es handele sich um Satire, zeigt zusätzlich wes Geistes Kind er ist.

Obschon berufliche Unprofessionalität und moralische Zweifelhaftigkeit ausreichend sein sollten, um über sein eigenes Handeln zu reflektieren, so kann es doch noch weiter gehen. Nachdem sich nämlich der WDR-Intendant, Tom Buhrow, für das “Umweltsau“-Video entschuldigte, warfen ihm einige Leute vor, damit den Rechten in die Hände zu spielen.

Selbstreflexion und kultivierte Umgangsformen sind offensichtlich nicht gerade die Stärken beim WDR. Lieber schlägt man mit der brachialen Keule um sich und sucht versessen nach Schuldigen anstatt in sich zu kehren. Mal sind es die Rechten, dann wieder die Konservativen und ab und an auch mal der eigene Vorgesetzte.

Doch wer einigermaßen auf gepflegte Umgangsformen setzt, sollte wissen: das „Umweltsau“-Lied war stratosphärisch daneben. Die Oma als „Umweltsau“ zu bezeichnen, verbietet schlicht der gute Ton. Selbst als „Satire“ gemeint, wie es der WDR im nach hinein behauptete.

Tom Buhrow spielte weder den Rechten in die Hände noch stellte er sich gegen seine Mitarbeiter. Vielmehr setzte er durch seine Entschuldigung ein Zeichen für den kultivierten Umgang. Egal ob mit Linken, Rechten oder Bayern-Fans.

Dass gerade dieses Problem fehlender Kultur- und Umgangsformen in Teilen der Medienlandschaft nicht erkannt wird, ist der eigentliche Skandal. Oder was meinst „Du, Alter“?

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein