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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


Das Marshmallow-Menetekel
Wir erziehen eine Generation der Kriecher und Ducker!
31.10.2017
Wir dürfen uns freuen. Unsere Selbstkontrolle steigt und steigt - zumindest seit den letzten 50 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt der amerikanische Psychologe John Protzko. Er analysierte mehrere in den letzten Jahrzehnten durchgeführte „Marshmallow“-Tests. Dieser „Marshmallow“-Test wurde von Walter Mischel in den 1960er/70er-Jahre konzipiert, um die Selbstkontrolle und den Belohnungsaufschub von Kindern zu untersuchen. Hierbei wird dem Kind eine Süßigkeit, meist ein Marshmallow, vorgelegt. Es kann dieses sofort essen oder warten bis der Versuchsleiter wieder zurückkommt (wie lange, das weiß das Kind nicht), dann bekommt es noch einen zweiten. Diejenigen Kinder, die länger auf ihre Belohnung warten können, erzielen u.a. im weiteren Leben bessere Noten (sind also leistungsorientierter) und legen ein besseres Verhalten an den Tag (sind also konformer).

Die gute Nachricht ist nun, dass die heutige Generation öfters und länger auf diese zweite Belohnung wartet, sie hat sich besser unter Kontrolle. Die schlechte Nachricht ist aber, dass die Älteren dieses nicht sehen. So bat Protzko mehrere Experten auf dem Gebiet der kognitiven Entwicklung, um eine Vorhersage über den Verlauf der Selbstkontrolle und des Belohnungsaufschubes in den letzten Jahren. 52% konstatierten der neuen Generation schlechtere Fähigkeiten als den vorherigen.

Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Ganz einfach. Der Test misst augenscheinlich nicht die Selbstkontrolle, sondern die Außenkontrolle! Eine Autoritätsperson sagt etwas und dem wird ohne Widerrede gehorcht - aus Unsicherheit, Angst oder Faulheit. Aufmüpfigkeit, Gegenstimmen gehören der Vergangenheit an. Die eigene Stimme wird zum Verstummen gebracht. Das muss natürlich gefeiert werden, diese Selbst- (Fremd?)verwirklichung in der Uniform des Gehorsams. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Unsere chinesischen Freunde zeigen, wie es richtig geht. Sie sind uns Meilen voraus.

Wir dürfen uns also freuen. Unsere Außenkontrolle steigt und steigt.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein