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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Corona-Lockerungen
Warum Übervorsicht der falsche Weg ist
29.04.2020
In der gegenwärtigen Situation zu vorsichtig zu sein, bedeutet nichts anderes als die eigene Freiheit aufzugeben. Hierfür bedurfte es nicht einmal die AfD, wie viele befürchteten.

In Deutschland wird püriert, gerührt und gemixt. Es werden nach Gutdünken Zahlen zu Rate gezogen, deren faktische Grundlagen unklar und strittig sind. Einer dieser „objektiven“ Maße ist der berüchtigte „R-Faktor“. Genauer gesagt „war“. Denn das Robert-Koch-Institut hat sich mittlerweile von diesem Faktor distanziert. In die Fußstapfen des neuen „Ratlosigkeit“-Faktor tritt nunmehr die absolute Zahl der Neuinfektionen an einem Tag.

Das erinnert ein bisschen an Fusionsküche. Wie die Tex-Mex-Küche. So wie texanische und mexikanische Produkte neu miteinander kombiniert werden, geschieht diese Vermengung mit den Coronamaßzahlen und der Zahl der Neuinfizierten. So wie Tex-Mex schmecken soll, müssen die Maßzahlen den Entscheidern gefallen.

Und ihre Lieblingszutat lautet Übervorsicht. Da wäre zum einem der Mann, dem wir „(…) seit Wochen […] an den sinnliche Lippen (...)“ hängen, der Virologe Christian Drosten. So zumindest die Beschreibung in einem Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“, der gleichzeitig verdeutlicht wes Geistes Kind seine Verfasserin ist. Drosten warnt vor weiteren Lockerungen, wie der „Focus“ berichtet.

Ebenso zur Übervorsicht mahnt der Christian Drosten der Soziologie, der Lieblingssoziologe der breiten Medienlandschaft, Armin Nassehi. In einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“ meinte er, dass man „(…) mit einer eher vorsichtigen Strategie da rangehen (...)“ müsse. Angelehnt an den „SZ“-Artikel: Soviel vom Mann, mit der „sinnlichen Glatze“ und dem „scharfen Blick“.

Doch Schabernack beiseite. Auch Angela Merkel hat hier Übervorsicht zu ihrer größten Tugend gemacht. So bezeichnete sie „(…) das Vorgehen mancher Länder bei der Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse [...] ‚in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch‘“, wie der „ZDF“ berichtet. In Anbetracht ihrer bisherigen Regierungsentscheidungen hätte man nichts anderes von der „Rautentaktikerin“ erwartet.

Warum pochen Drosten, Nassehi und Merkel so sehr auf Übervorsicht? Da gäbe es zwei entscheidende psychologische Ansätze. Der eine beruft sich auf die Risiko-Homöostase. Diese besagt, dass so viel an Gefahr zugelassen wird, wie ein Mensch zulässt. Die Befürworter würden es nun dahingehend interpretieren dass Drosten, Nassehi und Merkel vorsichtig und besonnen seien. Skeptiker dagegen würden sie als mutlos und feige bezeichnen.

Als zweiter Erklärungsansatz fungiert der Verantwortungsindex. Nach Auswertung dieses Index schieben 66 Prozent der Befragten die Verantwortung auf andere. Geht man davon aus dass Drosten, Nassehi und Merkel zu etwa diesen Zweidritteln gehören, schließt sich der Kreis. Weil sie Verantwortung für eine etwaige Fehlentscheidung übernehmen könnten, schieben sie etwaige Maßnahmen zu Lockerungen lieber vor sich her. Schließlich will keiner derjenige sein, der die Suppe versalzen beziehungsweise coronainfiziert hat.

Doch dieses Spektakel verdeutlicht eigentlich das zentrale Dilemma, in dem Deutschland sich befindet. Will es Freiheit oder Sicherheit? Freiheit geht verständlicherweise mit Risiken einher. Risiken gehen mit Fehlentscheidungen einher. Ausgeprägte Übervorsicht, also Sicherheit, wie sie zurzeit von der Bundesregierung mit ihren Coronamaßnahmen durchgeführt wird, mündet notgedrungen in Abhängigkeit. Im schlimmsten Falle sogar in Sklaverei.

Schließlich schützte der Leibherr auch seine Leibeigenen vor Bedrohungen jeglicher Art. Vor Gewalt, vor Hunger, vor der Natur. Dafür bezahlten die Leibeigenen mit ihrer persönlichen Freiheit. Unfreiwillig wohlgemerkt. Und genau das findet auch gegenwärtig statt, nur dieses Mal freiwillig.

Das zeigt die bisherige „Strategie“ der Bundesregierung (wenn man hier von Strategie sprechen kann!). Abkupfern, abkupfern, abkupfern. Sie unternimmt im Großen, was Guttenberg und Koch-Mehrin im Kleinen mit ihren Doktorarbeiten taten. Keine eigenen Konzepte entwickeln, sondern primär schauen, wie andere Nationen agieren.

Anstatt ein eigenes Süppchen zu kochen, orientiert sich die Bundesregierung primär an andere Rezepte. Sie macht sich abhängig von Tiroler Semmelknödel, Baguettes und Chicken Wings. Sie verzichtet zu Gunsten einer Nichtentscheidung auf Freiheit, erfindet aber die Fusionsküche neu.

Was aus Gourmetsicht durchaus zu begrüßen ist, entpuppt sich aus politischem Blickwinkel als Armutszeugnis. Indem Übervorsicht zur Lieblingszutat der Bundesregierung und vieler Wissenschaftler wird, gibt sich Deutschland freiwillig auf. Die Rechte, die Freiheit und die Identität seiner Bürger.

Doch das wirklich Tragische an diesen Beschränkungen in der Coronazeit: Dazu bedurfte es nicht einmal eine Zutat, die von vielen als DIE Zutat zur Zersetzung unseres freiheitlichen Staates betrachtet wird: die AfD. Das sollte zu denken geben.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.




















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein