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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.

                
Berichterstattung
Nicht das „Wer“ zählt, sondern das „Wofür“
21.04.2020
Die „Tagesschau“ berichtete über eine Hygiene-Demo in Berlin. Mehrere Stimmen kritisieren, dass sie nicht erläuterte, wer auf die Straße ging. Zu Unrecht.

Die „Tagesschau“ ist eine deutsche Institution mit Tradition. Jahrelang trafen sich pünktlich um 20 Uhr Familien und Paare, um die Hauptausgabe der „Tagesschau“ zu verfolgen. Dagmar Berghoff, Jo Brauner und Jan Hofer berichteten über die wichtigsten Ereignisse in Deutschland, Europa und der Welt.

Wenn heute Judith Rakers oder Linda Zervakis vor die Linse treten, sieht das etwas anders aus. Um es vorsichtig zu formulieren: Die „Tagesschau“ berichtet gerne im Wunschmodus. Auf der einen Seite Donald Trump in der Hauptrolle des durchgeknallten und irrsinnigen Gegners, Horst Seehofer als sein abgeschwächter deutsch-konservativer Sidekick. Auf der anderen Seite „Mama Deutschland“, Angela Merkel, als protestantischer Medienliebling, „Roblena Habock“ und die Grünen mit Umweltmissionarseifer als Sidekick. Das trägt schon Züge einer medialen Ponyhoffantasie im Leben der „Tagessschau“.

Doch auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, wie der Volksmund gerne sagt. Und so berichtete die Grande Dame der Medienberichterstattung, die „Tagesschau“, über eine Hygiene-Demo der „Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand“ letzten Samstag. Es ging um die gegenwärtigen Einschränkungen und Bürgerrechtsverletzungen im Zuge der Coronapandemie, die die Bundesregierung in den letzten Wochen einleitete.

Damit gab die „Tagesschau“ besorgten und engagierten Bürgern ein weiteres öffentliches Sprachrohr. Und das gefällt nicht allen. Denn nun mehren sich kritische Stimmen gegenüber der „Tagesschau“. Der Vorwurf: Die „Tagesschau“ erklärte zum Beispiel nicht, wer alles an dieser Versammlung teilnahm.

Aber ist das in diesem Zusammenhang wirklich wichtig? Wichtig, dass sich „eine krude Mischung aus Antisemiten, rechten und linken Aktivisten sowie Verschwörungstheoretikern“ an der Hygiene-Demo beteiligte, wie der „Focus“ berichtet? Schließlich kann auch diese bunte Truppe in der Sache recht haben. Wie heißt es so schön: „Nur weil du paranoid bist, bedeutet nicht, dass sie nicht hinter dir her sind“.

Und Recht haben die Demonstranten allemal. „Die derzeitigen Maßnahmen stellen erhebliche und schwerwiegende Eingriffe in eine Vielzahl von Grundrechten dar, wie sie die Bundesrepublik in diesem Ausmaß noch niemals seit 1949 erlebt hat.“ In dieser Situation sollte es also nebensächlich sein, wer Hand in Hand, oder richtigerweise Mundmaske neben Mundmaske, für die Grundrechte auf die Straße geht. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Daher ist es viel mehr zu begrüßen, dass die „Tagesschau“ ihre Komfortzone einer hyperkorrekten und gemütlichen Berichterstattung verlässt. Diese seltenen Ausflüge vom hanseatischen Ponyhof auf die wilden Straßen Berlins sind lebensnaher und wirklicher. Somit nähert sich die „Tagesschau“ den Idealen journalistischer Arbeit: kritisch, neutral und distanziert zu beobachten.

In den gegenwärtigen Zeiten ist das besonders wichtig. Vielleicht wichtiger denn je.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.




















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein