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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.

Der Vierte Karenztag.
Krank oder nicht krank?
Bereit und nicht bereit.
Der Tag der Entscheidung.
Für den asketischen Rückzug.
Für die gedankliche Freiheit.
Der Vierte Karenztag.


Alternative für Deutschland
Wohin führt uns die AfD?
26.09.2017
Ob man die AfD für rechtsextrem und antidemokratisch oder ob man sie für rechtskonservativ und nationalistisch hält, Fakt ist, dass sie nun im Bundestag der nächsten Legislaturperiode vertreten ist. Sie bringt zwar nicht Glanz und Gloria, aber sie bringt zumindest den gelähmten Körper der Demokratie wieder in Bewegung.

„En garde“! Aber bitte zivilisiert. Und zwar in rollengezwängter Fechtmontur der Etikette und mit wörtelndem Säbel - gerne auch bis das gegenseitige Rasseln nicht mehr aufhört. Nicht wie wild gewordene von ihrer Wut getriebene und geblendete Barbaren, die regel- und taktlos mit blutgetränkten Waffen bis zum Umfallen kämpfen.

Denn Kampf ist nicht gleich Kampf, Beleidigung ist nicht gleich Beleidigung. Ein bisschen Takt und Anstand, dann kann man auch fast alles. So wie Joschka Fischer 1984 im Bundestag: „Mit Verlaub, Sie sind ein Arschl***, Herr Präsident!“. Vielleicht nicht so, aber zumindest die richtige Richtung. Zumindest „mit Verlaub“.

Ein wichtiges Schlagwort - neben der „sozialen Gerechtigkeit“ - im Wahlkampf der SPD war „Respekt“. Meint die SPD damit auch Respekt für Andersmeinende, Andersdenkende und Alternativen? Wie zum Beispiel für die „Alternative für Deutschland“? Wenn ja, warum respektiert sie - wie alle anderen Parteien - nicht die AfD? Immerhin vertritt die Partei mit 12,6% einen nicht unbeträchtlichen Teil der deutschen Bevölkerung im Bundestag.

Natürlich kann man - wie es die meisten tun - behaupten, dass diese 12,6% geisteskrank, nicht klar im Kopf oder unfähig zu denken seien. Doch gebührt auch nicht Geisteskranken, Infantilen und Dummen Respekt? Alles andere wäre anstandslos, taktlos, gedankenlos. Einfach ungeheuerlich, kosmopolitische Barbarei eben, die wir jedoch tagtäglich zu sehen bekommen. Aber das ist nicht verwunderlich, denn „ungeheuer ist viel. Doch nichts ungeheurer als der Mensch“, wie schon Sophokles in seiner Antigone schrieb.

Doch wenn man nicht seine eigenen Leute respektieren kann, weil sie die „falschen“ Ansichten vertreten, wie soll man dann nur Leute von außen mit diametral entgegengesetzten Weltbildern respektieren? Paradoxerweise wohlwollender. Denn voller Respekt - oder eher voller Hosen? - schauen wir gen Türkei oder Nordkorea.

Braucht der Deutsche das durch barbarische, rohe Säbelrassen hervorgerufene Angstgefühl seines Gegenübers, um ihm mit Respekt zu begegnen? Braucht der Deutsche rohe Gewalt, um sich im gemeinsamen Takt der Etikette einzupendeln?

Wenn Angst Bedingung für einen taktvollen, anständigen Diskurs miteinander sein sollte, kann man der AfD nur danken. Danken für die Verunsicherung, die sie den etablierten Parteien bereitet. Danken für den frischen Wind im gelähmten Körper der Demokratie.

Wir sollten uns also nicht wundern, wenn die AfD womöglich als Retter des politisch anständigen Diskurses, ja sogar der Demokratie, in die Geschichtsbücher eingehen wird. Denn durch sie werden wir wieder ins Korsett der Etikette gezwungen, wofür wir allem Anschein nach alleine nicht die Kraft besaßen.

Also „en garde“ und „allez“! Für den Diskurs. Für den Anstand. Für die Demokratie.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Doch es dominiert eine Meinung, nämlich die Meinung der bürokratischen Konformisten.

Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Doch wer von der einen Meinung abweicht, wird als Gegner und Antiliberalist etikettiert.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft. Doch Gedanken werden zunehmend mit Meinungen vermengt und finden ihren Höhepunkt in voreingenommenen, tendenziösen Berichterstattungen und Diskussionen.

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Doch statt eines sachlichen und gepflegten Schlagabtausches mit Andersdenkenden dominiert eine vorurteilsbehaftete Diskussionskultur der Diffamierung und Beleidigung.

Wir leben…..

Und es könnte noch unbegrenzt so weitergehen. Ein Widerspruch folgt auf den anderen. Deswegen und um diese eklatante Gegensätzlichkeit zu exemplifizieren, entstand der Vierte Karenztag. Hier sollen unterschiedliche Themen gesellschaftskritisch aus verschiedenen Blickwinkeln näher betrachtet und analysiert werden. Je vielfältiger die Perspektiven, desto besser für den stattfindenden Diskurs - einem Diskurs, der einen kultivierten und vorurteilsfreien Umgang pflegt, unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Es soll sich somit mit unterschiedlichen Themen nicht meinend, sondern gedanklich und dementsprechend kritisch auseinandergesetzt werden. Insbesondere im Tag 4 soll diesem gerecht werden. Wohingegen das Foyer zum unterhaltsamen Ein- oder Ausklang auf jeglicher Ebene einlädt. Skurriles, Absurdes und Erwähnenswertes finden hier ihren Platz. Jeder ist willkommen mitzumachen und den Vierten Karenztag zum Feiertag zu erheben.





















                                                                     
                     
 


                                                  
                                                                                                                                                                    © bertha stein